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Das Rocketplane XP: Austattung

Kabine
Die Kabine des Rocketplane XP ist konzipiert für einen sicheren und erfahrungsreichen Flug ins All. Sie bietet Platz für insgesamt 4 Personen, einem Piloten der auf dem vorderen linken Sitz Platz findet, einem Passagier der auf dem Co-Pilotensitz sitzt und zwei Passagiere die jeweils an einer Seite im eigenen Sitz links und rechts dahinter Platz finden. Jeder Sitz verfügt über ein 5-Punkt Sicherheitsgurtsytem, um dem Passagier die Reise so sicher als möglich zu gestalten. Die Passagiere haben auch eine Gegensprechanlage, um den Piloten zu hören und mit jedem an Bord zu sprechen. Ausserdem können sie jederzeit alle Phasen des Fluges via externen und internen Kameras beobachten und sich Flugbahnen und Positionsangaben auf einem TFT-Monitor abrufen.

Umweltkontrollsystem und Lebenserhaltungssystem (ECLSS - Environmental Control and Life Support Sytsem)
Die Passagiere im Rocketplane XP atmen eine trockene Luft, die in einem angenehmen Druck im Rocketplane vorherrscht. Die Luft besteht aus dem richtigen Mix aus Sauerstoff und Kohlendioxid. Die Passagiere als auch die Elektronik an Bord verursachen eine grosse Wärme, die abgeführt werden muss. Das Umweltkontrollsystem und das Lebenserhaltungssytsem benutzt spezielle Filter, um Kohlendioxid aus der Atemluft herauszufiltern. Außerdem werden spezielle Kondensatoren verwendet, die überschüssigen Wasseranteil in der Atemluft, sowie Schmutz, Haare und eventuell Erbrochenes aus der Kabine entfernt. Das ECLSS verwendet kälteerzeugenden flüssigen Stickstoff und flüssigen Sauerstoff, um den verlorengehenden Anteil von Sauerstoff und Stickstoff in der Atemluft zu ersetzen. Das System regelt das Sauerstoff-Niveau als auch den Kabinen-Druck. Diese kälteerzeugenden Flüssigkeiten werden auch dazu verwendet, die Überhitze innerhalb der Kabine zu absorbieren.

Fenster und Türen:
Die XP-Fenster bieten eine einzigartige Sicht und sie blocken die gefährliche ultraviolette (UV) Strahlung von der Sonne ab. Sie bieten Schutz bei der Hitze des Wiedereintritts und widerstehen den Druck- und Temperaturunterschieden während der gesamten Flugphase. Die XP-Fenster und Türen sind im sogenannten "Plug-Design" entworfen und bestehen in den äusseren Schichten aus hochhitzeresistentem Glas und in den inneren Schichten aus Lexan, einem durchsichtigen Polycarbonatkunststoff. Spezielle Beschichtungen im Glas halten die gefährliche UV-Strahlung ab. Sie bieten Schutz vor der Hitze des Wiedereintritts, und mit Hilfe der doppelt eingeschlossenen Eindämmung wiederstehen sie auch dem inneren Druck der Kabine.

Antriebs-System

Das Rocketplane ® XP ist dafür entworfen, sowohl mit den Turbo-Jet-Triebwerken (2) als auch mit einem Raketenantrieb zu fliegen.

Turbojets
Der Turbostrahlantrieb besteht aus modifizierten CJ610 Düsenantrieben, die eine äusserst gute Geschichte in Zuverlässigkeit und Wiederstandsfähigkeit besitzen. Als ein Teil der J-85 Motorfamilie haben diese Motoren auch auch ein sehr gutes Schub-/Gewichtsverhältnis verglichen mit anderen Turbojets. Die Turbojets werden mit Treibstoff aus den Tanks in den Flügeln versorgt und vom Rocketplane während der Startphase als auch der Landephase benutzt. Nachdem der Raketenmotor gezündet hat, werden die Turbojets ausgeschaltet. Zur sicheren Heimkehr sind die Turbojets nicht unbedingt notwendig, das Rocketplane XP könnte auch als Gleiter zur Heimatbasis zurückkehren. Allerdings werden die Turbojets nach dem Wiedereintritt in ungefähr 7.000 Metern Flughöhe wieder gestartet, um dem Piloten mehr Kontrolle als auch Flexibilität in der Navigation als auch im Flugverhalten zu erlauben. Rocketplane und seine Vertragspartner als auch Auftragsnehmer haben in aufwendigen Test bewiesen, dass die speziell konzipierten Triebwerke den Flug ins All ohne Probleme überstehen und auch nach der Wiedereintrittsphase gestartet werden können.

Raketen Antrieb
Das Rocketplane XP wird bei seinem ballistischen Aufstieg durch einen mit Hilfe von Kerosin und flüssigem Sauerstoff (als Oxidator) angetriebenenen Raketenmotor beschleunigt, der ca. 16.330 kg an Schub entwickelt. Dieser Antrieb beruht auf dem Motor der erfolgreichen Atlas-Raketen Familie, einschließlich des kürzlich entwickelten RS-88 Raketenmotors. Dieser "AR-36" genannte Raketenmotor wurde in Zusammenarbeit mit Polaris Propulsion entwickelt und besitzt flüssigkeitsgekühlte Bereiche. Auch das Design der Treibstoff-Einspritzpumpen wurde verbessert und baut auf dem Erbe des RS-88 Motors auf. Somit ist die Wiederverwendbarkeit und die Effizienz des Motors gewährleistet. Der Treibstoff wird dem Raketenmotor aus dem hinteren Bereich des Rocketplane zugeführt, mit Helium gekühlt und flüssiger Sauerstoff zugesetzt. Das Gemisch wird dann mit Hilfe einer 'Barber Nichlos' Turbopumpe eingespritzt und Wasserstoffperoxid als Antriebsgas zugesetzt. Dieses Gemisch als auch die spezielle Technik erlaubt eine lange Lebenszeit, eine niedrige Wartung und eine sichere Antriebsabbruch-Möglichkeit.

Reaktions-Kontroll System RCS (Reaction Control System)
Für Manöver ausserhalb der Erdatmosphäre besitzt das Rocketplane XP ein Reaktionsregelsystem (RCS) bestehend aus 12 kalten gegenüberliegenden Paaren von Stickstoff-Gasträgerraketen, so dass die Manövrierfähigkeit des Rocketplane XP in allen 3 Dimensionen möglich ist. Das RCS-System, zur Verfügung gestellt durch die 'Space Vector Corporation', ist in drei voneinander getrennten Zonen untergebracht, von denen jeweils zwei Zonen die Kontrolle erlauben, die innerhalb der System Toleranz bleiben. Das RCS-System wird während des Raumflugs dazu verwendet, den Passagieren verschiedene Orientierungspunkte als auch Aussichten durch ihr Sichtfenster zu geben, als auch die richtige Ausrichtung während des Wiedereintritts zu gewährleisten.

Umgebungs-Daten System FADS - (Flush air data system)
Das Mach 3.5+ XP Flugprofil macht es problematisch, bei dem Rocketplane die normalerweise charakteristischen Außensensoren zu verwenden, die für den Druck, die Eigengeschwindigkeit, die Luftdichte, den Alpha-Vektor als auch für den Strömungsabriss vorgesehen sind. Rocketplane und die Utah State University haben ein Team gebildet und ein neues System (FADS) entwickelt, welches auch zum Patent angemeldet worden ist. Dieses System benutzt ebenplanige Sensoren, die die Werte zunächst kalkulieren und berechnen, und typische Intstrumenten-Daten in einem Satz erzeugen. Dieses System funktioniert einwandfrei in der Hyperschallgeschwindigkeit, da die Sensoren keinerlei Angriffsflächen der vorbeirasenden Luft bieten.

Flugregelsystem FCS (Flight Control System)
Das Rocketplane XP zeigt ein fortgeschrittenes Flugregelsystem, welches auf der 'Fly by wire' Steuerung aufbaut, mit jeweils einem Höhen- und Querruder auf jedem Flügel. Des weiteren besitzt das Rocketplane einen vollbewegenden "V-Schwanz" am Ende. Der Pilot gibt die Daten in einen dreifach-redundanten Flugcomputer ein, welche die Daten an die Flugkontrollsteuerung weitergibt und weiter bestimmt. Das System wird mit 270 Volt versorgt und besitzt auch ein redundatnes System, welches sich über Kreuz unabhängig voneinander versorgt.

Elektrisches Leistungssystem EPS (Electrical Power System)
Das Rocketplane XP verbringt viel von der Flugzeit entweder ex-atmosphärisch oder im Gleiten wenn es zur Erde zurückkehrt. Während dieser Zeiten sind keinerlei Antriebe angeschaltet um elektrische Energie mit Hilfe von Generatoren zu erzeugen und in Batterien zu speichern. Aus diesem Grund besitzt das Rocketplane grosse Lithium-Ionen Batterien. Diese Batterien stellen dem Rocketplane an verschiedenen Ausgängen entweder 28 Volt Gleichstrom oder 270 Volt Gleichstrom zur Verfügung. Das Flugregelsystem wird hierbei mit 270 Volt Gleichstrom versorgt, während die Computer und andere Systeme 28 Volt Gleichstrom benötigen. Das Lithium-Ionen Batterie-Sytstem ist redundant und fehlertolerant und wurde auch dazu entwickelt um sich wiederaufzuladen, wenn Generatoren durch die Jet-Turbinen-Antriebe angesteuert werden.

Leit-, Navigations- und Kontroll-System GN&C (Gudiance, Navigation and Control System)
Rocketplane XP besitzt mehrere Features die ein fehlertolerantes Leitungs-, Navigations- und Kontrollsystem erlauben. Dieses System wurde von 'bd-Systems' entwickelt. Das Avionik-System empfängt ständig Daten vom Luftdatensystem (FADS), dem GPS-Navigationssystem (Global Positioning System) und dem Trägheitsnavigationssystem (INS) und ist auch fehlertolerant für den Verlust des GPS-Datensystems. Der Pilot übermittelt die Flugbewegung mit Hilfe eines elektronischen Joy-Sticks, Gas und Fußpedale werden dazu benutzt um Befehle und Daten dem elektromechanischen Flugkontrollsystem zu übermitteln. Das Rocketplane XP ist ein teilweise autonomes Fluggerät, und vom Zünden der Raketentriebwerke bis zur anschliessenden atmosphärischen Rückkehr überwacht das 3fach redundante Flugcomputersystem den Flug komplett.

Datenerfassungs- und Flugzeugüberwachungs-System (DAS & IVHMS)
Rocketplane XP besitzt ein Datenerfassungssystem (DAS) welches durch ARINC gebaut worden ist. Dieses Datensystem empfängt von Hunderten von Sensoren, die im und am Flugzeug befestigt sind Daten und sammelt diese an Bord des Rocketplane und übermittelt sie zur Bodenkontrollstation. Diese Daten werden am Boden für die Überwachung des Fluges verwendet. Die Syteme versuchen ein anomales Verhalten des Rocketplane XP vorherzusagen, anschliessend das Verhalten zu diagnostizieren und Fehler automatisch zu korrigieren oder den Piloten als auch das Kontrollsystem am Boden zu warnen. Ausserdem kann das System der Wartungscrew signalisieren, ob eine Wartung eines Systems angeraten ist oder eine routinemässige Wartung vorgeschlagen wird. Dieses System macht das Rocketplane sicherer und spart erhebliche Wartungs- und Instandhaltungskosten und sichert, das Teile die ausfallen könnten schon vorher bekannt sind und auch ausgetauscht werden können, bevor sie versagen.

Fahrwerk:
Das Rocketplane XP wird unter den Flugzeugen eine einmalige Stellung einnehmen. Es wird das erste Flugzeug sein, welches sich jemals auf seinem eigenen Fahrwerk während des Starts fortbewegt, in den Weltraum eintritt und auf seinem eigenen Fahrwerk wieder zur Landung zurückkehrt. Um Gewicht zu sparen, wird das Fahrwerk kein hydraulisches System besitzen um ein- oder ausgefahren zu werden, sondern ein pneumatisches System. Rocketplane XP benutzt das Grundfahrgestell der 30er Serie des Lear-Jets, welches ein maximales Start- und Landegewicht ermöglicht.

Hitzeschutz-System TPS (Thermal Protection System)
Wenn das Rocketplane XP den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vollzieht, werden Flügel, die Unterseite, Teile des Flugkontrollsystems und die Flugzeugnase als auch das V-förmige Höhenruder mit Temperaturen zwischen 320 und 370 Grad Celsius belastet. Die Oberflächen dieser Teilbereiche sind mit Titan belegt, welches nicht nur temperatur-widerstandsfähig ist, sondern auch so leicht als möglich. Der Rest der Oberfläche des Rocketplane XP wird mit einer speziellen Kreamik-Farbe bedeckt, die mehr als 93% der Energie abstrahlt, die Rocketplane XP während der verschiedenen Flugphasen aufbaut. Am Ende des Rocketplane XP, wo sich der Raketenantrieb befindet, werden mit Hilfe von speziellen Keramik-Schichten empfindliche Teile bedeckt, um Rocketplane XP von der Hitze des Raketenmotors zu schützen.


Rocketplane XP
Einleitung
Programm
Details
Technik
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